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Stoneman Miriquidi 2016 - GOLD

1 Tag, 2 Länder, 9 Gipfel, 4.400 Höhenmeter, 162 Kilometer
1 Day, 2 Countries, 9 Summits, 4.400 Meter Altitude Gain, 100 Miles

www.stoneman-miriquidi.com

Gibt es noch Abenteuer die auch wirklich ein Abenteuer sind?

Abenteuer gibt es anscheinend nur noch auf der Kino Leinwand oder im Computer Spiel. Mit dem Stoneman-Miriquidi zauberte der MTB Marathon World Series Champion und TransAlp Champion Roland Stauder ein echtes Abendteuer für Mountainbike verrückte aus dem Ärmel.

Zwischen Sachsen und Tschechien schlängelt sich der Stoneman Miriquidi 162 Kilometer, 9 Gipfel und 4.400Höhenmeter durchs Erzgebirge. Miriquidi, so nannten die Menschen das Erzgebirge im Mittelalter auf Lateinisch. Vor über 25 Jahren endete für die meisten Einwohner der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) an dieser Grenze mehr als ihr Land. Die Einsamkeit entlang der Grenze hat sich über die Jahre bewahrt.

Cube Reaction am Limit, das kommt davon, wenn man mit der Startnummer 448 von dem 12h-Rennen in Schnaittach den Stoneman bestreitet. So angefeuert wie von den Tschechen wurde Matthias dort nicht, fuhr aber mit der 4er Mixed Staffel  auf dem zweiten Platz. Nach nur einem Ruhetag stürzte sich er ins Erzgebirge Stoneman Wonderland.

Bereits im Jahr 2013 suchte er nach der Herausforderung des Jahres und absolvierte den 168 Kilometer langen Rennsteig Wanderweg an nur einem Tag mit dem Mountainbike. Doch vom legendären Mythos Rennsteig spürte Matze null. 2014 klappte es im Spätherbst leider nicht mehr für den Stoneman, nach der Rennrad Alpenüberquerung mit Tages Etappen von 170 Kilometer und 4.500 Höhenmeter brauchte der Körper mehr denn je Regeneration. Im Jahr 2015 stand die Ausbildung zum geprüften MTB-Guide und C-Trainer auf dem Plan, aber auch privater Stress führte dazu den Stoneman nicht unter die Stollen zu nehmen. Aber 2016 war es nun endlich so weit. „Du Maschine“, der Kommentar der Freunde, als Matthias uns am späten Montagabend die GOLD STONEMAN TROPHÄE ins Wohnzimmer nach Hause schickte.

Doch von Anfang an, Matthias erzählt von seinen Eindrücken.

 

Florian schrieb einen elektronischen Brief, ob jemand von uns Lust hat, ihn auf dem Stoneman Gold Pfad zu begleiten. „Klar, bin mit dabei!“ schrieb Matthias zurück, hing aber schon im Gedanken an einem harten Wochenende mit wenig Erholung für Maschine und Fahrer. Der Sonntag musste als Ruhetag reichen, aber da stand ja eh die Anreise an. Strategisch lag der Auersberg (1.019 m) mit einer knapp zweistündigen Autofahrt am nähersten und so buchten wir beide kurzer Hand eine Übernachtung im Berggasthof direkt am Stoneman Miriquidi. Bei der Anreise kamen erste Zweifel auf. Mein Körper war nicht nur von der Renn Belastung vom Samstag noch müde, sondern auf von der Geburtstagsfeier eines MTBOBERPFALZ TEAM MITGLIED. Auch die Regentropfen auf der Windschutzscheibe trugen dazu bei. Ein kompletter Tag im Sattel bei Regenwetter macht einfach keinen Spaß. Doch besser konnte die Ausgangsposition nicht sein, der Abend Himmel ein wahrer Traum. Tolle Fernsicht direkt aus dem Bett auf die unten liegenden Täler, aber auch die Ruhe der Abgeschiedenheit, hier will man eigentlich nicht weg.

Berggasthof AuersbergAusblick Berggasthof Auersberg

Stoneman Miriquidi 2016 - Auersberg

 Die Nacht war kurz, mit dem ersten Tageslicht wurde ich vor dem Wecker wach. Rein in die Sport Bekleidung, Trinkflaschen befüllt und ein erstes kleines Frühstück auf dem Zimmer für die ersten Kilometer des Tages. Pünktlich um 5:30 Uhr rollten Florian und ich los zum GOLD STONEMAN MIRIQUIDI. Doch dabei wäre es gerade so schön hier oben auf dem Auersberg. Die Sonne kam Stück für Stück am Horizont uns entgegen, wärmte uns, den die Sternenklare Nacht war bitter kalt. Doch wer oben am Berg den Stoneman in Angriff nimmt, muss zunächst erst einmal bergab. Die wärmenden Sonnenstrahlen im Rücken ging es ins noch finstere Tal. Die Kälte kroch durch die Klamotten, die Finger- und Zehenspitzen eiskalt, die Reifen schleuderten den Tau auf uns, doch da mussten wir für die nächsten Stunden leider durch. Die erste riessiege Schlammpfützen Passage des Tages ließ nicht lange auf sich warten, Zusatzgewicht für den Rest des Tages, was will man mehr! Erst am Blatenský vrch (1.043 m) erreichten uns die Sonnenstrahlen immer länger.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Stoneman Miriquidi 2016

Dort angekommen gab es das zweite kleine Frühstück, noch schnell ein Loch in die Kontrollkarte und die Reise zum nächsten Stoneman Gipfel, dem Plešivec (1.028 m), ging weiter.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Die Landschaft an die wir beide vorbei flogen, kann man nicht mit Worten beschreiben. Das Erzgebirge ist ein wahrer Traum. Dafür hatten wir leider keine Zeit und aus Zeitgründen blieb dieses Mal die Kleinbildkamera zuhause. Ein Reisebericht festgehalten mit dem Handy, dabei bewusst auf die Landschaftsfotos verzichtet, damit ihr das gleiche Abenteuer wie wir erleben könnt. Da wir ohne GPS-Gerät fuhren, passierte es schon mal, dass wir in der schönen Landschaft eine Stoneman Markierung im letzten Moment sahen, ein wildes Bremsmanöver und Richtungsänderung war meist die Folge. Doch ab und zu muss man auch mal zurück blicken, ....

Stoneman Miriquidi 2016

Wieder so ein toller Ort, an den man am liebsten verweilen möchte. Seine Urlaubstag weit abgeschieden von der Zivilisation in Ruhe genießen. Erzgebirge oder Kobold Land, haben wir sich uns verfahren? Wir mussten weiten, hatten doch keine Zeit, es rufen noch einige Berge auf uns am heutigen Tag. Zügig kurbelten wir den Plešivec hoch, schnell ein Loch in die Karte, ein Beweisfoto auf den Chip, Gewicht vom Rucksack in den Magen verschoben und dann ….

Stoneman Miriquidi 2016

…. ging es in eine steile kurze Abfahrt. Die Skipiste ging es hinunter, auf losem Gestein mit engen Spitzkehren, Sattel runter, Grinsen an. Doch das Grinsen verging uns sehr schnell, auch wenn das Wetter und die Aussicht der Wahnsinn sind. Im Tal hingen noch die Wolken fest, wie in den großen Alpen, doch verdeckten sie uns nicht den Blick auf unser nächstes Ziel. Doch hundertprozentig müssen wir erst einmal bis ins Tal abfahren und dann schickt uns Roland bestimmt wieder stundenlang bergauf.

Doch ehrlich gesagt, genau aus diesem Grund sind wir doch hier!

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Die Auffahrt auf dem Klínovec (1.244 m) wartete auf uns. Zunächst auf künstlich mit Teer befestigen Straßen, doch dies änderte sich zügig und der Weg wurde schmäler, Steine, Wurzel, Schlamm und Pfützen verlangten der Muskulatur, den Reifen und dem Antrieb alles ab. Vorderrad hoch heben, Hinterrad nach drücken, links, rechts und ordentlich Druck auf die Kette damit es nur voran ging und nicht zurück. Die Landschaft wie aus einem Urlaubmagazin, Alpen Flair inklusive. Menschen leer, doch die zahlreichen Abfahrtspisten und Skilifte deuten darauf hin, dass es zu einer anderen Jahreszeit hier ganz anders zugeht. Nein, wir haben keine Liftkarte gezogen sondern unsere Kohlefaser Rennmaschinen aus eigener Kraft den Berg hoch gewuchtet.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Am Gipfel angekommen gab es zur Belohnung ein paar Gramm Gewichtsersparnis für den nächsten Gipfel. Die Kontrollkarte erhielt ein weiteres Loch, somit hätten wir schon 3 von 9 Gipfel erfolgreich überlebt.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Die drei Berge im Nachbarsland liegen hinter uns. Den nächsten Berg schon in Sicht, der Fichtelberg (1.215 m). Über Stock und Stein führte die Route bergab ein kleines Teilstück auf dem wir hoch gekommen sind. Ein Grinsen, Bremse auf und den Flow erleben. Doch jeder Flow endet mal und so ging es wieder einmal hoch. Hoch auf dem Fichtelberg um als alles Erstes zusehen wo man her gekommen ist. Von da drüben, der Klínovec grinst uns freundlich zu. Schnell die Trinkflaschen aufgefüllt, ein kurzer Riegel, drei Gramm von der Karte weg gedrückt und weiter ging es.

Vier Berge über der tausend Meter Marke liegen bereits hinter uns, doch einer wartet noch auf uns, der Auersberg. Warum stellt man sein Auto oben am Berg ab. Nach vier Bergen über tausend Meter kamen vier Berge zwischen acht und neunhundert Meter.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Rauf, runter, links, bremsen, rechts, hoch, rechts, runter, links, geradeaus.

Richtung Bärenstein (898 m) bzw. uns nächstes Ziel. Einige Kilometer später machte sich kurz vor der Auffahrt der Magen bemerkbar, die Mittagszeit war schon längst vorbei. Doch ohne Energie kein Preis. Die Mittagspause haben wir uns verdient, die Muskulatur eine kurze Verschnaufpause verdient. Hoch auf dem Bärenstein, um ein weiteres Loch der Kontrollkarte zu entwerten.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Zu viel gegessen, es machte sich auf den nächsten Kilometer bemerkbar. Eine Hängematte wäre uns in diesem Moment viel lieber gewesen. Doch die nächste Kontrollkartenstanze am Pöhlberg (834 m) kurz vor Annaberg-Buchholz wartete genauso wie noch drei andere auf uns. Es führte kein Weg vorbei, Kurbelumdrehungen damit die Räder nicht still stehen durch eine tolle Landschaft aber leider ohne tollen Trails wie auf dem Klínovec. Doch die Mischung passte, sonst wäre der Stoneman Miriquidi ein Selbstmord unterfangen ihm an einem Tag zu fahren.

Stoneman Miriquidi 2016

Motivationstiefpunkt, zum Glück steht die langhubie Enduro Maschine Zuhause im Keller. Die Entscheidung das Hardtail zu nehmen bereute ich nicht. Kaum Abwechslung auf den folgenden Kilometer. Wald, Forst- und Schotterpiste aber auch keine Menschen Seele unterwegs. Am Montag Ruhetage, so schiente es uns. Der Scheibenberg (807 m) kam zum Glück schnell näher. Eine kurze Rast mit einem Cappuccino der Lohn der schweißtreibenden Arbeit.

Stoneman Miriquidi 2016Stoneman Miriquidi 2016

Weiter der Markierung folgen. Immerhin eine sehr gute Ausschilderung vorhanden. Kein einziges Mal mussten wir auf der Karte nach dem richtigen Weg schauen. Doch Florians Bike wollte anscheinend endlich Feierabend haben. Zwangspause Reifen ohne Luft. Dabei haben wir seit der kurzen Pause erst einige Kilometer abgespult. Zwischen Scheibenberg und Rabenberg legt man die meisten Fahrkilometer hinter sich. Hoch, runter und wieder hoch zu kurbeln. Das Motivationstief wurde immer tiefer. Sturzes Kurbeln ohne kaum ein Wort zu wechseln die Folge. Doch das Lochstanzen auf dem Rabenberg (913 m) zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht.

Nur noch ein Berg vor voraus!

Stoneman Miriquidi 2016 

Die Zeit war am diesem Tag unser größter Feind. Es wurde bereits Abend und so mussten wir weiter. Konnten uns gar nicht im Trailcenter Rabenberg umschauen. Folgenden stur der Stoneman Miriquidi Markierung. Diese folgte aber ein kurzes Teilstück auf einer extra für Mountainbiker angelegten Strecke. Kleine Anliegerkurven, Wellen, Wurzel und Steine, endlich nach einer so langen Durststrecke Fahrspaß den wir lieben.

Doch schnell war der Flow wieder Flow und wir spulten die letzten Kilometer des Tages ab. Die Auffahrt auf dem Auersberg (1.019 m) absolvierten wir bei Einbruch der Nacht. Fragen stellten sich uns Bergauf in den Weg.

Wo haben wir so viel Zeit liegen gelassen?
Die Mittagspause zu lang gewesen?
Der Cappuccino so viele Minuten verschlungen?
In den Abfahrten zu viel Zeit verloren?

Ein Blick auf den Tacho zeigte uns echt auf, die Gesamt Pausenzeit war verdammt lang. Die reine Fahrzeit eine Stunde über dem, was wir uns vorher ausgerechnet hatten. Die Gasstätte am Auersberg hatte eh geschlossen. Dass wussten wir schon vorher. Sollen wir noch wie am Vorabend ausgemacht klingeln um unsere Trophäe abzuholen. Es brannte noch Licht, wir entschuldigten uns mehrfach für die Verspätung, bekamen den Stoneman Goldklumpen, luden unsere Räder ein, verabschiedeten sich und fuhren Heim.

www.stoneman-miriquidi.com

GPS Daten

Gesamtlänge 162 km
Höhenmeter 4.400 hm
Fahrzeit 12 Std.
Kondition 6
Technik 5
Natur 5
Panorama 6
Schnitzelindex 4
Schwierigkeit S2


www.mtboberpfalz.de

Wer später bremst, ist länger schnell!