Auf den Spuren des Kalten Krieges

Bad Neualbenreuth, ein kleiner verschlafener Ort, nur einen Steinwurf entfernt von der Deutsch-Tschechischen Grenze. Einst hörte hier die Welt für uns Bewohner der nördlichen Oberpfalz auf. Erst mit dem Fall des Eisernen Vorhangs des Kalten Krieges am 01. August 1990 konnten wir frei wie ein Vogel die versteckten Orte hinter der Grenze erkunden. Sie wurde Jahre lang auf beiden Seiten gut bewacht. Auf der tschechischen Seite standen zahlreiche Kasernen nahe an der Grenze. Die Wälder durchzogen von Panzerstraßen (Betonplatten), die die einzelnen Kasernen und Radarstadion miteinander verbanden. Heut zu Tage könnte man an einigen Orten Dornröschen verfilmen. Der Zahn der Zeit nagt an den eins strategischen Gebäuden. Aber auch Land einwärts gibt es viel zu erkunden. Viele Ortschaften wurden zu beginn des Kalten Krieges dem Erdboden gleich gemacht. An einigen Orten sind nur noch die Friedhöfe alter Porzellantafel als letzter Zeuge übrig geblieben wen sie damals Glück hatten und verschont wurden. Katholische Kirchen stehen mitten im belebten Ort stumm als Ruinen still vor sich her. Einige wurden mit Hilfe von Vereinen der damals vertriebenen Bewohner wieder restauriert.